Selbstliebe Übungen: Die 11 besten Strategien für mehr Selbstwertgefühl

Diese 11 Selbstliebe Übungen sind mein Beitrag für die Blogparade zum Thema Selbstwertgefühl von Tim Hamer auf dubistgenug.de.

Ein starkes Selbstwertgefühl ist der Schlüssel zu einem erfüllten Leben. In folgendem Artikel zeige ich dir 11 Selbstliebe Übungen, mit denen du dein Selbstwertgefühl stärken kannst.

Selbstliebe Übungen

Wie niedriger Selbstwert entsteht

Die Prägungen hierzu finden meistens in der Kindheit statt. Als Kind haben wir noch nicht die Möglichkeit, die Welt wie ein Erwachsener zu bewerten. Alle Reaktionen unserer Eltern beziehen wir direkt auf uns.

Somit kann es passieren, dass Verletzungen stattfinden, die ab diesem Zeitpunkt im Unterbewusstsein abgespeichert werden.

Ein häufiges Beispiel ist, wenn ein Geschwisterkind aus unserer Sicht besser behandelt wird als wir, zum Beispiel, weil es mehr Liebe und Aufmerksamkeit bekommt.

Auch die Trennung der Eltern kann ein traumatisches Erlebnis sein, wofür wir uns als Kind die Schuld geben.

Die Probleme und Muster, die wir dann später in unserem Leben immer und immer wieder erleben, stammen zum Großteil aus den Prägungen der Kindheit und resultieren aus einem dort entstandenen niedrigen Selbstwertgefühl.

Doch was können wir heute dafür tun, wieder mehr Selbstwert zu erlangen? Ich zeige dir im folgenden die meiner Erfahrung nach 11 besten Übungen, die dich zu einer wahrhaft starken Persönlichkeit machen.

1. Beziehe Selbstwert nicht von außen, sondern von innen

Es ist immer eine Falle, wenn wir uns von äußeren Umständen abhängig machen.

Wenn du dich nur dann wertig fühlst, wenn du einen Erfolg erzielt hast, wirst du dich wahrscheinlich nicht wertig fühlen, wenn du mal eine Niederlage einsteckst oder einen Korb bekommst.

Der Schlüssel liegt darin, sich den Selbstwert von innen zu geben und sich von den äußeren Umständen nicht so hin- und herschaukeln zu lassen. Freu dich ruhig über deine Erfolge und lerne aus deinen Niederlagen, sei dir aber stets bewusst, dass diese nicht deinen Wert als Menschen bestimmen.

Übung: Setz dich hin, atme tief durch und nimm dir einige Minuten Zeit um dir bewusst zu machen, dass du wertvoll und geliebt bist, einfach weil du dich dafür entschieden hast und weil du du bist.

Frage dich dann: wo in deinem Leben machst du deinen Selbstwert noch von äußeren Umständen abhängig?

Liste alles auf, was dir einfällt. Gehe die Liste dann Punkt für Punkt durch und entscheide, wie du bestimmte Situationen in Zukunft bewerten möchtest.

Zum Beispiel:

  1. “Ich habe einen Korb von einem attraktiven Menschen des anderen Geschlechts bekommen”. Bisherige Wertung: “Ich bin nicht attraktiv genug.” Neue Wertung: “Der Korb hat nichts mit mir zu tun. Vielleicht ist die Person vergeben, hat einen schlechten Tag oder hat früher als ich bemerkt, dass wir eigentlich nicht gut zusammen passen.”
  2. “Ich habe endlich meine Beförderung erhalten.” Bisherige Wertung: “Endlich bin ich etwas wert!” Neue Wertung “Ich freue mich richtig über die Beförderung und über das Geld. Mein Wert als Mensch war und ist natürlich der gleiche geblieben. Ich bin nicht abhängig davon, welchen Job ich habe. Ich bin super, wie ich bin, egal was ich mache.”

2. Vergleiche dich nicht mit anderen

Wenn wir in die sozialen Medien wie Instagram oder Facebook schauen, sehen wir oft das perfekte Leben und vergleichen es gleich mit dem unseren.  

Dabei sollten wir nie vergessen, dass Instagram nicht die Realität ist.

Es werden oft nur die schönsten Bilder und die besten Momente geteilt. Viel wird inszeniert. Vom Alltag sieht man meist nichts. Äußere Umstände geben keinerlei Auskunft darüber, wie glücklich jemand wirklich im Inneren ist.

Wenn wir uns mit jemanden vergleichen, vergleichen wir oft nur einen bestimmten Aspekt, zum Beispiel das Einkommen oder sein Äußeres.

Oft schneiden wir bei diesem Vergleich dann schlechter ab. Das schmerzt und löst Neidgefühle aus. Diese unangenehmen Gefühle trennen uns von dem beneideten Menschen. Es ist unfair uns selbst gegenüber, weil wir nicht unsere eigenen Stärken sehen und anerkennen.

Außerdem betrachten wir dann nicht, wie derjenige zu seinem Erfolg gekommen ist. War er vielleicht seit 3 Jahren im Fitnessstudio und ist einer strengen Diät gefolgt um das Sixpack zu bekommen?

Übung: Meditiere regelmäßig und beobachte deine Gedanken. So wirst du dich auch im Alltag schneller dabei ertappen, solltest du dich mal wieder mit jemanden vergleichen.

Wenn das passiert, sei dankbar dafür, dass du diesen Gedanken überhaupt bemerkt hast. Denn die meisten Gedanken bekommen wir gar nicht bewusst mit.

Ruft der Vergleich bei dir Neid hervor und du fühlst dich weniger wert? Dann mach dir bewusst, dass du deine ganz eigenen Stärken und deinen ganz eigenen Weg hast.

Übe dich darin, dem anderen zu wahrhaftig zu gönnen. Sei dankbar, dass dieser Mensch bei dir letztlich einen Kontrast erzeugt, der dich inspiriert.

Der andere hat schließlich etwas erreicht, was du vielleicht auch haben möchtest. Somit hat er dir indirekt geholfen, dir mehr im Klaren darüber zu werden was du eigentlich möchtest. Darüber hinaus beweist er, dass es möglich ist.

Vielleicht hast du auch was, was der andere möchte und ihr könnt euch im gegenseitigen Austausch inspirieren und bereichern.

3. Höre auf, es allen recht machen zu wollen

Wenn du es jedem recht machen möchtest, stellst du deine eigenen Bedürfnisse hinten an. Wenn du dich wirklich selbst wertschätzt, dann solltest du in erster Linie darauf hören, was DU möchtest.

Wenn du mal genau darüber nachdenkst, machst du es ja den anderen auch nur recht, weil du insgeheim etwas im Gegenzug von ihnen möchtest: vielleicht ist es Aufmerksamkeit, Sympathie, Anerkennung oder Begehrtwerden.

Das ist erstmal nicht schlimm, schließlich sind wir alle Menschen mit Bedürfnissen. Wenn du es aber nur tust, um im Gegenzug etwas zu bekommen, kann dein Gegenüber das was du für ihn tust auch nicht wirklich annehmen und spürt instinktiv, dass es nicht echt ist.

Übung: Stelle dir die Frage, wo du es anderen recht machst und dabei deine eigenen Bedürfnisse zurückstellst. Wer würde davon profitieren, wenn du mehr auf deine eigenen Bedürfnisse hörst? Wie möchtest du das nächste Mal handeln, wenn du den Impuls spürst, es jemanden recht zu machen?

Selbstakzeptanz

4. Nimm dich so an, wie du bist

So wie du bist, bist du. Alles zu akzeptieren, was dich heute ausmacht, ist ein wichtiges Fundament für ein starkes Selbstwertgefühl.

Das heißt nicht, dass wir nicht Freude daran haben können, uns weiterzuentwickeln und zu verbessern. Es geht darum, dass wir aufhören dürfen, uns für Dinge zu verurteilen, die uns an uns nicht passen – egal ob es sich dabei um dein Aussehen handelt oder um Verhalten.

Solange wir Dinge nicht akzeptieren, werden wir auch wenig Möglichkeiten haben, sie zu ändern.

Außerdem: wir alle machen mal Fehler. Der entscheidende Unterschied liegt in der Bewertung. Nur weil du mal einen Fehler gemacht hast, bist du nicht gleich ein schlechter Mensch.

Übung: wenn du dich dabei erwischen solltest, wie du dich mit deiner inneren Stimme verurteilst (z.B. wenn du deinen Schlüssel vergessen hast, dich ausgeschlossen hast und etwas denkst wie “Ich Idiot!”) atme tief durch, spüre in dich hinein und verzeihe dir selbst. Sag dir einfach: Ich verzeihe dir. Es ist gar nicht schlimm, jeder macht mal einen Fehler. Ich bin trotzdem super.

5. Fühle deine Gefühle

Dich selbst zu akzeptieren betrifft allerdings nicht nur unser Aussehen und unser Verhalten. Ein ganz wesentlicher Bestandteil zu einem intensiven und glücklichen Leben ist es, seinen Gefühlen Raum zu geben.

Viele von uns sind es viel zu sehr gewohnt, negative Gefühle dauerhaft zu unterdrücken. Unserem Selbst aber sagen wir damit: es ist nicht okay, sich so zu fühlen. Wenn wir aber diesen Teil von uns selbst nicht akzeptieren wollen und unterdrücken, dann können wir auch keinen starken Selbstwert aufbauen. Deine Gefühle wollen gefühlt werden.

Übung: wenn du in irgendeiner Situation ein negatives Gefühl wie Angst, Scham, Trauer oder Wut bei dir bemerkst, dann drück dieses Gefühl nicht weg. Lenk dich auch nicht davon ab.

Bleib stattdessen präsent und frage dich: “Könnte ich dem Gefühl erlauben, da zu sein?” atme dann tief durch und sei einfach mit deinem Gefühl. Unterdrücke nichts, was da kommen mag.

Du brauchst dich nicht in das Gefühl hineinsteigern, aber lass es einfach da sein und spüre es. Das ist übrigens auch der Weg, wie negative Gefühle auf gesunde Weise verarbeitet werden und für immer losgelassen werden können.

6. Liebe dich selbst, ohne etwas dafür leisten zu müssen

In unserer Gesellschaft wird auf subtiler Ebene viel danach bemessen, wieviel ein Mensch leistet. Dies führt geradewegs in eine Abhängigkeit.

Auch viele Menschen die sich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen tappen in diese Falle: sie bemessen ihren Wert danach, wie oft sie meditieren, wieviel Bücher sie gelesen haben oder bei wievielen Seminaren sie waren.

Ein auf äußeren Faktoren aufgebauter Selbstwert steht auf einem äußerst instabilen Fundament. Denn wenn einmal keine Leistung erzielt wird oder keine Bestätigung von anderen Menschen kommt, fühlen sie sich klein und neigen zudem dazu, sich zu verurteilen.

Übung: Falls du dich dabei erwischen solltest, dass du dich unter Druck fühlst, ein Ziel zu erreichen oder die Bestätigung von anderen Menschen suchst, mach dir folgende Dinge klar: Du bist vollkommen okay, auch wenn du nichts leistest. Du musst niemanden etwas beweisen.

Spür in dich hinein und frag dich, warum du bestimmte Agendas verfolgst. Sollte vor allem das Bedürfnis dahinter stecken, jemanden beeindrucken zu wollen, dann akzeptiere das und sei dankbar, dass du etwas neues über dich gelernt hast. Frage dich dann, ob und wie du das in Zukunft anders machen möchtest.

7. Übe Herausforderungen zu meistern

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dieser Punkt widerspricht sich etwas mit dem vorherigen. Vielleicht fragst du dich: Soll ich nun etwa Herausforderungen meistern oder üben mich zu lieben auch wenn ich nichts leiste? Die Antwort ist: sowohl als auch.

Dass du dich traust, eine Herausforderung anzunehmen und dich nicht in deiner Komfortzone verkriechst ist ein starkes Signal an dein Selbst: du zeigst dir, dass du an dich glaubst und dass du etwas schaffen kannst.

Und wenn du es geschafft hast, darfst du dich auch darüber freuen und den Erfolg genießen! Das heißt nicht, dass du dich davon abhängig machst, ob du etwas schaffst. Egal ob Sieg oder Niederlage – wir dürfen lernen, das unser Wert und unsere Selbstliebe davon nicht abhängen.

Übung: nimm kleine Herausforderungen an und steigere dich Stück für Stück. Das können zum Beispiel Fitnessziele sein: Du schaffst keinen Klimmzug? Nimm dir vor, in drei Monaten mindestens 5 Klimmzüge zu schaffen und übe jeden Tag.

8. Schaue oft in den Spiegel

Damit du dich mehr und mehr lieben kannst, ist es wichtig, dass du dich kennst und eine herzliche Verbindung zu dir aufbaust. Folgende Übung ist perfekt dafür geeignet.

Übung: Sieh in den Spiegel. Schau dir in die Augen. Schenke dir ein warmes Lächeln. Schau auch hinter deine Augen in deine Seele. Atme in deinen Bauch. Sage dir etwas schönes, was von Herzen kommt. Etwas wie “Ich liebe dich”, “Wow, du bist einfach geil.” oder “Du verdienst alles Glück, alle Liebe und allen Erfolg dieser Welt. Einfach weil du du bist.”

9. Tue dir etwas gutes

Wenn du dir etwas gutes tust, sagst du deinem Unterbewusstsein damit: “du bist wertvoll”. Du kannst dir zum Beispiel ein Bad machen. Mit Kerzen und schöner Musik.

Oder etwas leckeres für dich kochen.

Oder du machst deine Wohnung mal wieder so richtig sauber, räumst auf und entrümpelst. So machst du dir selbst das Geschenk von einem schönen Zuhause, in dem du dich so richtig wohl fühlst.

Übung: Nimm dir mindestens einen Tag im Monat Zeit für dich und gönn dir etwas, worauf du Lust hast. Egal ob es ein Saunabesuch, eine Massage oder ein heißes Bad ist. Genieße es.

Starke Persönlichkeit

10. Übe dich in Dankbarkeit

Dieser Punkt kann gar nicht oft genug genannt werden. Dankbarkeit ist der Schlüssel zu einem glücklichen Leben.

Wenn du deinen Fokus auf die Dinge richtest, die du toll findest und für die du dankbar bist, dann holst du damit gleich eine ganze Menge gute Gefühle in dein Leben. Denn viel zu oft sind wir im Alltag damit beschäftigt, uns auf unsere Pläne zu konzentrieren, und die Dinge zu erreichen, die wir uns vorgenommen haben.

Doch dadurch sagen wir unserem Unterbewusstsein manchmal auf subtile Weise: du darfst dich erst so richtig gut fühlen, wenn du dieses oder jenes erreicht hast.

Die Krux dabei: wenn wir diese Dinge erreicht haben, hat unser Verstand schon die nächsten Ziele parat, bei denen wir uns dann auch wieder erst in der Zukunft gut fühlen dürfen. Die einzige Zeit in der wir uns wirklich gut fühlen können ist (Überraschung!) JETZT. Und wenn du dich jetzt besser fühlst, kann das Gesetz der Anziehung gleich viel besser dafür sorgen, dass sich wunderbares in deinem Leben manifestiert.

Übung: Besorg dir ein richtig tolles Buch. Eines, wo nichts drin steht. Schreibe jeden Morgen oder jeden Abend die Dinge rein, für die du dankbar bist und die du in deinem Leben wertschätzt. Das können kleine und große Dinge sein.

Du stehst im Stau, hängst in der Warteschleife oder stehst in der Schlange am Supermarkt? Auch hier kannst du Dinge finden, für die du dankbar bist.

Selbstliebe Übungen Nr. 11: Erlaube dir, glücklich zu sein

Als letzten Punkt möchte ich dir diesen ans Herz legen. Wenn das Glück anklopft, mach die Tür auf. Deine beste Freundin ruft an und fragt ob ihr Beachvolleyball spielen gehen wollt? Sag JA. Erfinde keine Ausreden. Du musst die Wäsche nicht unbedingt jetzt waschen.

Gönn dir all die tollen Dinge des Lebens, die dein Herz möchte.

Albere herum. Lach über alles (Ja, auch über die Dinge, die eigentlich nicht lustig sind). Genieße jeden Augenblick.

Übung: Gönn dir, die Dinge zu tun, die dir so richtig Spaß machen. Das kann alles mögliche sein. Klettere auf einen Baum, fahre Achterbahn, zeichne ein Bild oder schreib eine Geschichte. Wenn du mehr Inspiration dafür haben möchtest, kannst du dich auch fragen, was du in deiner Kindheit gern getan hast.

Tue dies und erlaube dir, glücklich zu sein!

Ich freue mich von ganzem Herzen, dass du bis hierhin dabei warst. Mach dir bei all den Tipps nicht zu viel Druck. Mach lieber eine von den Übungen richtig, als alle 11 halbherzig. Wenn dir der Artikel gefallen hat, hinterlass mir gern einen Kommentar oder schreib mir eine E-Mail. Hast du noch weitere Tipps auf Lager?

Alles Liebe,

Clemens.

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